IB Pflegeeltern

Voraussetzungen

 

Voraussetzungen für qualifizierte Pflegefamilien

Sich auf Unabsehbares einstellen!

Voraussetzungen für qualifizierte Pflegefamilien liegen im persönlichen Bereich aber auch in der Bereitschaft der Pflegeeltern, sich auf Neues und Unvorhergesehenes einzustellen. Starke Pflegeeltern können ein fremdes Kind wie ein eigenes annehmen – mit all seinen Belastungen und seiner Geschichte. Sie haben Humor, sind geduldig, können angemessen reagieren, ihre Erwartungen an das Kind situationsgerecht formulieren. Aufgrund ihrer Persönlichkeit sind qualifizierte Pflegeeltern in der Lage, neben dem Kind auch sein Umfeld zu akzeptieren. Denn mit seiner Geschichte bringt ein Pflegekind auch seine leiblichen Eltern, Sozialarbeiter und Behördenvertreter mit in die aufnehmende Familie.

Formale Voraussetzungen für qualifizierte Pflegefamilien
Gestandene Familienväter und Familienmütter sollten als qualifizierte Pflegefamilien weitere Voraussetzungen erfüllen, die die Jugendämter und der Internationale Bund im Vorfeld prüfen:

  • Paare mit und ohne Trauschein sowie Alleinstehende mit und ohne Kinder können sich um die Aufnahme eines Pflegekindes bewerben.
  • Für die erfolgreiche Aufnahme eines Pflegekindes ist es wünschenswert aber nicht zwingend erforderlich, wenn ein Elternteil eine pädagogische Qualifizierung hat. Allerdings wird die Bereitschaft zur Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen vorausgesetzt.
  • Qualifizierte Pflegeväter und Pflegemütter müssen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.
  • Pflegeeltern müssen geeignete Wohnräume für die Aufnahme eines Pflegekindes nachweisen.
  • Der Altersabstand zwischen Pflegeeltern und Pflegekind sollte dem natürlicher Eltern-Kind-Beziehungen entsprechen.
  • Pflegeeltern müssen von ihrer körperlichen Konstitution für die Erziehungsaufgaben geeignet sein und ein Gesundheitszeugnis vorlegen.
  • Pflegeeltern dürfen nicht Mitglied einer Sekte sein. Bei der Auswahl einer Pflegefamilie können die leiblichen Eltern ihre Vorstellung einer religiösen Erziehung angeben. Die Religionszugehörigkeit der Pflegeeltern darf diesem Wunsch nicht entgegenstehen.
  • Die leiblichen Kinder der Pflegefamilie werden bei der Aufnahme eines Pflegekindes - soweit dies altersbedingt schon möglich ist - angehört. Denn die leiblichen Kinder spielen für die erfolgreiche Aufnahme eines Pflegekindes eine wichtige Rolle.
  • Pflegefamilien müssen sicherstellen, dass das Pflegekind eine feste Bezugsperson hat. Es kann daher sinnvoll sein, wenn ein Pflegeelternteil nicht oder nur zeitweise berufstätig ist. Nach erfolgreicher Integration des Pflegekindes in die Familie und bei Inanspruchnahme weiterer Betreuungsangebote im Umfeld (Kindergarten, Schule, Tagespflegeeinrichtungen etc.) ist die Aufnahme einer Berufstätigkeit der Hauptbezugsperson meistens möglich.
  • Pflegeeltern sollten finanziell in sicheren Verhältnissen leben und nicht auf die Vergütung aus der Aufnahme des Pflegekindes angewiesen sein.

Der IB unterstützt Sie dabei, alle Voraussetzungen zu erfüllen. Häufig sind es nur kleine Herausforderungen, die mit vereinten Kräften bewältigt werden können. Lassen Sie sich von der langen Liste formaler Voraussetzungen für qualifizierte Pflegefamilien nicht entmutigen und nehmen Sie bei Interesse Kontakt zu uns auf.